Hydrografische Vermessung

Die hydrografische Vermessung dient der geometrischen Erfassung von Gewässersohlen und wasserbaulichen Anlagen. Sie schafft belastbare Grundlagen für Planung, Unterhaltung und Kontrolle von Bauwerken im und am Wasser.

Gewässersohlenaufnahmen

Flächendeckende Aufnahme von Fluss- und Bachsohlen, Teichen, Rückhaltebecken oder technischen Speicheranlagen mittels Echolottechnik. Die Messung erfolgt positionsgestützt und kann in ein amtliches Lage- und Höhensystem eingebunden werden. Ergänzend können detaillierte Aufnahmen von Ausspülungen, Kolken oder Hindernissen unterhalb der Wasseroberfläche erfasst werden. Dies ermöglicht die frühzeitige Identifikation von Erosionsprozessen, Unterspülungen und strukturell relevanten Veränderungen im Bereich von Bauwerken.

Insbesondere bei Brückenbauwerken kommt der Detektion von Kolkbildungen an Pfeilern und Widerlagern eine hohe sicherheitstechnische Bedeutung zu. Die präzise geometrische Erfassung der Gewässersohle schafft eine belastbare Grundlage für Standsicherheitsbewertungen, Unterhaltungsmaßnahmen und ingenieurtechnische Nachweise.

Sedimentations- und Kolküberwachung

Erfassung von Auflandungen, Sedimentablagerungen oder Eintiefungen im Bereich von Ein- und Auslaufbauwerken, Durchlässen oder Brücken. Wiederholungsmessungen ermöglichen die quantitative Bewertung von Veränderungen.

Datenauswertung und Integration

Die erhobenen Tiefendaten werden mit terrestrischen oder UAV-gestützten Geländedaten kombiniert, sodass ein durchgängiges digitales Geländemodell ober- und unterhalb der Wasserlinie entsteht. Die Datenbereitstellung erfolgt in kompatiblen CAD- und GIS-Formaten.

Ziel ist eine nachvollziehbare, reproduzierbare Bestandsaufnahme als Grundlage für technische Entscheidungen im Wasserbau und bei der Unterhaltung wasserführender Anlagen.