Ingenieur- und Bauvermessung (terrestrisch)

Die terrestrische Vermessung bildet die operative Grundlage für Planung, Ausführung und Kontrolle von Tiefbauprojekten. Sie stellt sicher, dass Entwurfsdaten lage- und höhengerecht in die Örtlichkeit übertragen und Bauleistungen maßhaltig umgesetzt werden.

Bestandsaufnahmen

Erfassung von Topografie, Geländestrukturen, Bauwerken und vorhandenen Leitungen als Grundlage für Entwurfs- und Ausführungsplanung. Die Aufnahme erfolgt tachymetrisch im amtlichen Lage- und Höhensystem. Ergebnisse werden als digitale Lagepläne, Profile oder Geländemodelle bereitgestellt.

3D-Laserscanning

Terrestrisches 3D-Laserscanning ermöglicht eine flächenhafte, hochdichte Erfassung komplexer Bauwerke, Geländeformen und technischer Anlagen. Millionen von Messpunkten werden in kurzer Zeit aufgenommen und zu präzisen Punktwolken zusammengeführt.

Die Daten eignen sich insbesondere für Bestandsdokumentationen, Deformationsanalysen, Massenermittlungen sowie die Ableitung von 2D-Plänen, Schnitten und 3D-Modellen. Auch schwer zugängliche oder geometrisch komplexe Bereiche lassen sich damit vollständig und reproduzierbar erfassen.

Absteckung

Übertragung von Achsen, Gradienten, Bauwerkskanten und Höhenpunkten in das Baufeld. Dazu gehören Grob- und Feinabsteckungen im Straßen-, Kanal- und Leitungsbau sowie bei Ingenieurbauwerken. Kontrollmessungen sichern die Übereinstimmung zwischen Planung und Ausführung.

Höhenübertragung und Präzisionsnivellement

Millimetergenaue Höhenbestimmungen mit digitalen Nivelliersystemen, beispielsweise für Gradienten, Gefälle oder Setzungsbeobachtungen. Die Höhenführung erfolgt auf Grundlage geprüfter Festpunkte.

Baukontrolle und Abrechnung

Laufende baubegleitende Vermessung zur Überprüfung von Einbaulagen, Querschnitten und Mengen. Erstellung prüffähiger Aufmaße und Dokumentationen als Grundlage für Abrechnung und Nachweisführung.

Technischer Anspruch

Der Einsatz moderner Tachymeter und digitaler Nivelliersysteme gewährleistet hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit. Durch strukturierte Datenverarbeitung werden konsistente, nachvollziehbare Ergebnisse bereitgestellt, die direkt in Planungs- und Abrechnungssysteme integriert werden können.

Ziel ist eine reduzierte Schnittstellenanfälligkeit zwischen Planung und Ausführung sowie eine belastbare geometrische Qualität über den gesamten Projektverlauf.